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Die Hörder Burg am PHOENIX See

Moderne trifft Tradition

Die ehemalige Wasserburg Hörde ist ein identitätsstiftendes Gebäude mit langer Geschichte.

  • Lage PHOENIX See

    Die Hörder Burg liegt direkt am PHOENIX See. Die Entwicklung des Sees ist dabei eine außergewöhnliche Konversionsmaßnahme, die Arbeiten, Wohnen und Freizeit kombiniert. Im Rahmen des Projekts der PHOENIX See Entwicklungsgesellschaft (Tochtergesellschaft der Dortmunder Stadtwerke), der Emschergenossenschaft sowie der Stadt Dortmund entstand auf der Fläche des ehemaligen Stahlwerkes der ThyssenKrupp AG (vormals Hoesch) nach rund 160 Jahren Stahlwerksgeschichte auf insgesamt rd. 100 Hektar Entwicklungsfläche ein neues Naherholungsgebiet, umrahmt von attraktiven Baugrundstücken. Fünf Jahre wurde geplant, bis nach gerade einmal weiteren fünf Jahren Bauzeit der offizielle Startschuss für die Flutung des Sees am 1. Oktober 2010 fiel. Am 9. Mai 2011 wurde der Seeuferbereich für die Öffentlichkeit freigegeben.

    Für das Projekt "Phoenix", dem Dreiklang von Phoenix West - Hörde Zentrum - PHOENIX See, hat die Stadt Dortmund den deutschen Städtbaupreis 2018 verliehen bekommen. 

    Weitere Fakten zum See:

  • Geschichte
    1100 bis 1200 Die ursprüngliche Hörder Burg entsteht. Erster urkundlicher Besitzer ist Albert I von Hörde. Aus dieser Zeit stammt der bis heute erhaltene, historisch bedeutsame Burgturm. Die ursprüngliche Burg war eine sog. Turmhügelburg, auch „Motte“ genannt. Umgeben war sie von einem Graben (Gräfte), der vom Hörder Bach mit Wasser versorgt wurde.
    1296 Die Familie von Hörde verliert die Burg an die Grafen von der Mark und zieht aus. Die Burg ist strategisch attraktiv, da sie an der Straße zwischen Dortmund und den erzreichen Gebieten südlich der Ruhr liegt.
    1340 Konrad von der Mark verleiht dem kleinen Dorf Hörde Stadtrechte. Die Burg wird Hauptstützpunkt der märkischen Truppen. In dieser Zeit wird die Burg mehrfach umgebaut und erweitert, zahlreiche Gebäude entstehen in der Umgebung.
    bis 1840 Die Burg wird mehrmals belagert, wechselt die Besitzer, fällt z. B. 1614 an Preußen. Sie wird in dieser Zeit mehrmals teilweise zerstört, z. B. durch Brände.
    1840 Der Iserlohner Fabrikant Hermann Piepenstock erwirbt die Hörder Burg. Auf dem Gelände richtet er ein Walzwerk ein, das später zu einer Stahlhütte – der nach Piepenstock benannten Hermannshütte – ausgebaut wird.
    1852 Die Hermannshütte wird zur ersten Aktiengesellschaft im Hüttenwesen des Ruhrgebietes. Sie fusioniert später mit der Hoesch AG.
    1920 Eine Vorburg – das heutige Akademiegebäude – wird auf der alten Hörder Burg im Stil des Historismus errichtet und dient als Verwaltungsgebäude des Stahlwerks.
    2008 Das Stahlwerk wird komplett demontiert, nach China verkauft und dort wieder aufgebaut. Die Hörder Burg wird umfassend saniert. In diesem Zusammenhang finden vor der Burg archäologische Grabungen statt. Vor dem Akademiegebäude sind einige Funde zu besichtigen. Auf dem Burgturm wird die neue hölzerne Turmspitze errichtet.

    Quellen: Heimatverein Hörde, Wikipedia

  • Sanierung

    Die Sanierungsarbeiten der Burg begannnen im Jahr 2008.

    Durch die Lage der Hörder Burg in einem ehemaligen Sumpfgebiet war diese auf rund 700 Eichenpfählen gegründet. Dieser „Unterbau“ sorgt im Zuge der Sanierung insbesondere bei dem mittigen Treppenhaus für Schwierigkeiten, da hier aus statischen Gründen der Boden unter diesem Treppenhaus massiv verstärkt werden musste. Hierzu wurden Betonpfeiler mit einer Stärke von 20 cm bis zu einer Tiefe von 17 m – der Felssohle – eingebracht.

    Die Architekten „Schamp und Schmalöer“ achteten bei der Gestaltung darauf, dass zahlreiche alte Elemente der Burg erhalten bleiben. Sogenannte „Zeitfenster" weisen an unterschiedlichen Orten in der Akademie auf die Historie der Burg hin. Einen Schulungsraum ziert beispielsweise eine „Stuckdecke“, einen anderen eine Decke aus Holzimitat. An einer Wand findet sich der Spruch „Auf den Boden spucken verboten“ aus damaliger Zeit wieder. Weitere Beispiele liefert Ihnen die unten stehende Bildergalerie.

    Am 01.01.2017 ist die Sparkassenakademie NRW in die Hörder Burg eingezogen, Anfang Januar 2018 wurde auch der Neubau fertiggestellt. Damit hat die Akademie den Vollbetrieb, inkl. neuer Gastronomie, aufgenommen.

Bildergalerie